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Killarney Nationalpark/Gap of Dunloe/Black Valley

Heute geht es nach Killarney,was nicht so weit von Dingle entfernt ist. Naja eigentlich nicht,aber wie gesagt,km kurz ,aber Fahrzeit lang.:-))Dort gibt es einen wunderschönen Nationalpark.

Erster halt Ross Castle eine alte Burganlage.

Die Burg liegt sehr schön am Ufer des Lough Leane am größten der 3 Seen im Nationalpark.

Er ist leider auch Touri Magnet.Wir hielten uns nicht lange dort auf , sondern machten uns auf die Suche nach der Muckross Abbey,einer wirklich mystischen und schönen alten Abtei aus dem 13.Jahrhundert die von Franziskanern gegründet wurde. Obendrein liegt sie inmitten eines alten Friedhofs .... und wer mich kennt...naja,der weiß halt das ich auf sowas total steh...:-)))

Um zu der Abtei zu kommen kann man entweder zu Fuß gehen, (kein langer Fußweg) was ich empfehle um die schöne Landschaft zu erkunden,oder mit einer Pferdekutsche.Von weiten ragt diese wunderschöne Abtei aus der Landschaft hervor.Ein toller Anblick.Dort angekommen,erblickten wir als erstes den Friedhof der Abtei.Wir trauten unseren Augen nicht als wir uns umsahen entdeckten wir einen Damwild Bock der ganz genüsslich ,ohne sich auch nur annähernd  an uns zu stören,auf den Gräbern graste.Ein wirklich witziger und skurriler Anblick in dieser Umgebung. 

 

 

Nachdem wir die Abbey ausgekundschaftet hatten ging es weiter zum Muckross House.

Das Muckross House wurde im 18.Jahrhundert erbaut und ist ein wirklich herrschaftlicher Ansitz direkt am Muckross Lake.

Durch einen kleinen schönen Wanderweg mitten durch den Wald mit seinen Eiben,Rhododendren,Farne und Moose,direkt am See entlang,hatte man gar nicht das Gefühl in Irland zu sein,sondern irgendwo in Südostasien im Regenwald.Wahnsinn diese Vegetation dort.

Nach ca.2 km Fußmarsch durch diese andere Welt,kamen wir auf die  Strasse zum Muckross House.

Auch hier leider wieder Massenabfertigung der Touristen.Wir schauten uns seine wunderschön angelegte Anlage nur von außen an,alles andere war uns zuviel.

Nächstes Ziel,der Gap of Dunloe.

Der Gap of Dunloe ist ein schmaler Gebirgspass.Die Betonung liegt auf schmal...sehr schmal....zur Erinnerung,wir fuhren einen Minivan! Der Pass sollte noch meine Nerven strapazieren.

Am Fuße angekommen sah wirklich noch alles schön aus.Raus aus dem Auto und Fotos machen.So fertig,wir können umkehren.....warum stand ich mit der Idee alleine da!?! Nö, nö Tanja wir fahren da jetzt hoch! Mir wurde es schlecht gaaaanz schlecht....ist nicht euer ernst....doch ist es.Ok,Augen zu und durch.

Für die Auffahrt über den Pass gibt es keine Bilder.Ich hätte sie aus Angst und trotz Bildstabilisator,alle mit zitternden Händen verwackelt! :-))

Die Strasse war wirklich sehr eng,die Kurven teilweise sehr unübersichtlich.Zwar gab es Haltebuchten,aber manchmal konnte man Autos nicht rechtzeitig sehen,um eben links ran zufahren. Es musste immer einer den Rückwärtsgang einlegen.Auch an diesem Tag hatten wir Glück das wir später waren,da tagsüber die Touris mit Pferdekutschen über den Pass kamen und noch viel mehr Menschen mit den Autos unterwegs waren.Eigentlich wussten wir auch gar nicht wirklich was da oben zu sehen war! Ging es weiter, oder kam eine Sackgasse??

In mir machte sich leichte Hysterie breit (das leicht bitte streichen).Wir waren oben angekommen und ich lebte noch.:-)))Ok,ich gebe zu der Ausblick war fantastisch,dafür hat sich die Passüberquerung gelohnt.Die Strasse ging weiter,aber irgendwie war hier nichts außer kleine Wege (konnte man nicht Strasse nennen) gut es gab schon was ,freilaufende Schafe,Kühe,ein wenig Landwirtschaft,aber Menschen ,Autos....wir waren allein allein....

Stop,Nein, es kamen uns tatsächlich Fahrradfahrer entgegen! Mein erster Gedanke,wir werden hier doch nicht alleine sterben.:-)))

Es ging Tal abwärts,landschaftlich war diese Einöde ein Träumchen.Hier mal ein Cottage,ein paar km weiter ein wenig Landwirtschaft,aber ansonsten gab es da nichts,außer fast unberührte Natur.Ich glaube auch das hier so gut wie keine Touris hinkommen,zumindest nicht die,die mit Bussen reisen.Am Abend auf der Heimfahrt,wollten wir irgendwo noch zum Abendessen einkehren und blieben in Boolteens/Castlemaine an der Anvil Bar stehen.Nach dem Abendessen kamen wir mit der Inhaberin ins Gespräch und wir erzählten von unserem Tag und was wir alles erlebt hatten.Plötzlich hatte die Einöde einen Namen .The Black Valley! Sie erzählte uns auch, dass das Black Valley Tal der letzte Ort Irlands war,der an das Strom und Telefonnetz angeschlossen wurde,da er sehr abgeschieden liegt.Versteh ich definitiv. :-)

Es besteht also tatsächlich die Möglichkeit mit dem Auto durch zu fahren.Es ist alles nicht so gut ausgeschildert.Trotz allen würde ich es jedem empfehlen. Ihr könnt unsere Odyssee durch das Black Valley auf der nächsten Karte nachverfolgen.Irgendwann kamen wir wieder auf die N71 Richtung Killarney. 

Ein Stück auf der N 71 weiter gab es eine Aussichtsplattform,mit dem Namen "Ladies View"! 

1861 reiste Queen Victoria nach Irland und legte fest,dass Killarney  auf den internationalen Landkarten eingezeichnet wurde.Die Queen war Irland,hauptsächlich den Südwesten Irlands sehr angetan,was ich nur zu gut verstehe.Auch ich habe mich in dieses Fleckchen Erde verliebt.Die Hofdamen der Queen waren von diesem Aussichtspunkt und dessen Blick über die herrliche Landschaft so begeistert,dass er noch heute Ladies View heißt.

Als wir ausstiegen und Bilder machen wollten,raschelte es auf einmal im Gebüsch...ich traute meinen Augen nicht....vor mir kam ein Damwild Weibchen aus dem Gebüsch und dahinter blickte ich noch eins und ein drittes kam hinzu,ihre Jungen!!!

Heute hatten wir mal wieder viel erlebt! ;-))

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